Abendgebete

Feierabendgebet 03. Februar 2023

Liebe Schwestern und Brüder,

wir haben es nicht in der Hand – manchmal stehen wir wirklich nur daneben und Dinge passieren, die uns staunend oder auch fassungslos stehen lassen. Das kann im Guten wie im Schlechten sein, aber insbesondere dann, wenn es existenziell wird, merken wir die Grenzen unserer menschlichen Möglichkeiten. Da ist es einfach nochmal gutgegangen und gerade eben nicht. All das möchte ich Gottes Hände legen, Zeit für Gebet.

Lieber Gott,

immer wieder mal zeigt uns das Leben deutlich unsere Grenzen auf. Immer wieder kommen wir mal an das Ende unserer Möglichkeiten, Fähigkeiten und Kompetenzen. Schenke du uns Einsicht, dass wir mit allem zu Dir kommen dürfen, es in deine Hände legen dürfen, dass es gut werden darf und wir unsere Seele befreien von Belastung und Beanspruchung.

Glücklich sehen wir den Neuanfang von Leben, kleine Wunder, die sich ihren Weg ins Leben erkämpfen und ganz frisch und neu zeigen, dass Leben möglich ist, dass aus Liebe neues Leben entsteht und es ganz wunderbar ist, das Leben behütet sein will und Pflege braucht. Schenke du deinen Segen, dass es gelingt und erinnere uns immer wieder an das Staunen und die Fröhlichkeit im Angesicht der Neugeborenen.

Fassungslos stehen wir da, wenn ein Leben endet, manchmal viel zu früh, manchmal unerwartet und völlig überraschend, durch Krankheit oder auch tragisch durch Unfall im Straßenverkehr. Schenke du uns Trost und Herzensweite, Luft zum Atmen, wenn es eng wird und wir mit Tränen in den Augen dastehen, es nicht begreifen können, dass dort ein Mensch von uns gegangen ist.

Und vor allem schenke du uns Frieden, Sehnsucht nach Gemeinschaft, die trägt, und Lichter, die die Dunkelheit durchdringen, damit Hoffnung und Zuversicht sich durchsetzen, denn am Ende machst du es gut.

Danke, Herr.

Amen.

Der Herr segne dich und behüte dich.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.

 Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden.

Amen.

Prädikant Prof. Dr. Enno Stöver, St. Petrus Kirchengemeinde Hamburg-Heimfeld