Kindertagesstätte

Evangelische Kindertagesstätte St. Petrus
HaakestraĂźe 98
21075 Hamburg
Telefon: 040 / 792 67 15
Telefax: 040 / 688 76 345

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Neues in der Kindestagesstätte (Frühling 2016)

Alles begann mit einem Spinnennetz…
Im Frühling – wenn die Natur erwacht – gibt es auch auf unserem Spiel-platz viel zu entdecken. So bewunderten Vivien, Leo und Carlotta ein Spinnennetz am Fenster. Doch wo war die Spinne? Die Bärengruppe – eine unserer Krippengruppen – machte sich auf die Suche. Jeden Tag aufs Neue, ob beim Essen oder beim Draußenspielen, war die Spinne das Gesprächsthema Nummer eins. Nach ein paar Tagen war klar: „Die Spinne ist ausgezogen.“
Das hielt die Kinder natürlich nicht davon ab, weiter auf Entdeckungstour zu gehen. Die pädagogischen Fachkräfte griffen dieses Engagement auf und gestalteten mit den Kindern gemeinsame Angebote rund um das Thema „Insekten“. Aus Fäden wurden Spinnennetze gelegt, Marienkäfer aus Fingerabdrücken gestaltet und aus Salzteig Regenwürmer geknetet.
Es ist wirklich ein Wunder der Schöpfung wie im Frühjahr die Natur er-wacht und Insekten, die am Morgen in der Kälte noch regungslos unter dem Holz liegen, am Nachmittag in der Sonne zu neuer Aktivität erwachen. Und das Besondere in unserer Arbeit ist das Begleiten der Kinder in ihrem Erstaunen, beim Entdecken der Welt!
Britta Sell, Leiterin

FrĂĽhjahrsputz
Das war eine Überraschung: Da standen eines Morgens im März einige Kinder der Sternschnuppengruppe mit Putz-Utensilien im Flur. Wozu das? „Wir wollen Petra und Maria helfen! Die müssen immer so früh aufstehen und haben so viel zu tun.“ Zur Erklärung: Petra Kalus und Maria Knaus sind unsere Hauswirtschafterinnen, die ab morgens um 5 Uhr be-ginnen unsere Räume zu säubern, damit sich die Kinder und pädagogischen Fachkräfte wohl fühlen.
Mich interessierte natürlich, wie es zu der Idee und der Umsetzung kommen konnte. Beim Recherchieren erfuhr ich, dass Clemens, ein Vor-schulkind der Sternschnuppengruppe, auf diese außergewöhnliche Idee kam. Ich lud ihn zum Interview in mein Büro ein.
Er kommt gerne und wir haben ein spannendes Gespräch. Am Anfang erzählt er erst einmal, dass er sechs Jahre alt ist, aber schon in die Kita geht, seitdem er ganz klein war. „Da war ich in der Seerobbengruppe und ganz doll mit Vicy befreundet und auch mit Gunnar und Finn.“ Dann kommen wir auf den Grund des Interviews zu sprechen.
Clemens erzählt, dass er beim Fegen auf dem Hof auf die Idee kam, auch im Haus einmal zu helfen. Er suchte sich Emma, Emil, Paula und Malia aus seiner Gruppe und sie planten, am nächsten Tag Putzsachen von zu Hause mitzubringen. Alles heimlich, ohne Birgit Armbrecht oder Svetlana Laurenz – die pädagogischen Fachkräfte der Sternschnuppengruppe – einzuweihen. Zu Hause sprach Clemens mit seiner Mutter ab, was er für den nächsten Tag brauchen würde. Sie war erstaunt, aber suchte mit ihm nach Lappen und Grüner Seife. (Clemens: „Damit kann man alles putzen!“)
Leider war ich am nächsten Morgen nicht da, um die erstaunten Gesichter bei den Mitarbeiterinnen zu sehen. Also habe ich Petra Kalus gefragt, wie das für sie war, dass Clemens diese besondere Idee hatte. Sie sag-te: „Ganz toll! Clemens ist ein ganz lieber Junge!“
Ich betone am Ende auch noch einmal, dass es eine ganz besondere Aktion war. Alles ohne Erwachsenen-Hilfe. „Da zeigt sich, dass du ein richtiges Vorschulkind bist, Clemens“, gebe ich ihm mit auf den Weg.
Britta Sell, Leiterin

Neues in der Kindertagesstätte (März 2016)

Geschafft!
In den vergangenen zwei Jahren haben wir uns im gesamten Kita-Team mit der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems beschäftigt. Es gibt insgesamt sieben Qualitätshandbücher vom Träger (Diakonie und Bildung im Kirchenkreis Hamburg Ost) nach Themen sortiert: Management und Qualität; Personal; Bildung; Übergänge, Familie, Vernetzung; Sicherung des Kindeswohls; Sicherheit und Gesundheit; Hauswirtschaft.
In allen genannten Handbüchern werden Qualitätskriterien und standardisierte Verfahren zusammengefasst. Das klingt erst mal ziemlich trocken, erleichtert aber am Ende viele Arbeitsvorgänge in der Kita.
Doch erst mal mussten wir das System verstehen und uns auf einen – oft beschwerlichen – Weg machen. Britta Hartmann-Runn (zurzeit Stellvertretende Leiterin) hat die Rolle der Qualitätsbeauftragten übernommen.
Sie hat neben dem Transfer ins Team auch viele Aufgaben im Büro selbstständig ausgeführt. Im Sommer 2015 erhielten wir zusätzlich tatkräftige Unterstützung durch Claudia Schön (Pädagogische Fachkraft).
Im Team haben wir uns in erster Linie natürlich mit den Bildungsthemen beschäftigt. Wir haben viel diskutiert und uns auf einen gemeinsamen Weg gemacht. Dazu gehörten Themen wie „Spiele anregen und Projekte gestalten“, „Eingewöhnung“, „Beobachtung und Dokumentation“ und vieles mehr. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kita kennen die Struktur der Ordner und alle wissen, wo sie wichtige Dokumente finden.
Auch wenn es nicht immer SpaĂź machte, die viele Arbeit hat sich gelohnt.
Am 16. Dezember 2015 haben wir als Lohn für unsere Arbeit das „Evangelische Gütesiegel BETA“ überreicht bekommen.
Darauf sind wir alle sehr stolz!
Britt Sell
Leiterin

Neues in der Kindertagesstätte (Juni 2015)

Gott begleitet uns durch den Tag

Nicht nur in besonderen Angeboten findet in unserer Kita Religionspädagogik statt. Sie ist in den Alltag integriert. An einem Studientag haben wir gemeinsam an dem Thema gearbeitet und unsere Arbeit reflektiert. Wir wurden an diesem Tag begleitet von Dörte Jost, Fachreferentin für Religionspädagogik im Kirchenkreis Hamburg-Ost.

Im Alltag mit den Kindern tauchen viele Fragen auf. „Woher komme ich eigentlich?“, „Wo ist der tote Vogel jetzt?“, „Wieso blüht die Blume jedes Jahr neu?“, „Wie sieht Gott aus?“. Allen Fragen der Kinder begegnen wir mit Respekt und machen uns gemeinsam auf den Weg, die passenden Antworten zu finden. Kinder wollen wissen, ergründen und Zusammenhänge erkennen. Ihre Fragen gehen dabei weit über Sicht- und Beweisbares hinaus und berühren damit eine religiöse Deutung der Welt.

Religiöse Entwicklung zielt nicht auf kognitive Inhalte. Das sinnliche Wahrnehmen – Erleben, FĂĽhlen, SpĂĽren – steht immer im Vordergrund.

Wir möchten als Vorbilder den Kindern zeigen, dass wir nicht allein sind, dass Gott immer da ist, uns zuhört, uns tröstet und mit uns feiert. Er nimmt jedes Kind in seiner Einzigartigkeit an. Wir können mit Gott reden (beten), wann immer wir das möchten. Dabei hilft uns unser christlicher Glaube. Er verbindet uns und gibt auch uns Erwachsenen ein Gefühl im Großen und Ganzen der Schöpfung Gottes geborgen zu sein.

Britta Sell, Leitungsteam

„Ich werde ein Juniorretter!“ – Kinder lernen Erste Hilfe

Bereits im Kita-Alter können Kinder viel über Sicherheit im Alltag lernen und zu Experten werden. In der Sternschnuppengruppe hat Suzanna Koops mit einem speziellen Lernpaket zur Sicherheitserziehung im Kindergarten begonnen, spielerisch mit den Kindern das Thema „Erste Hilfe“ zu erarbeiten. Frau Koops ist ehrenamtliche Ausbilderin für Erste Hilfe und Erste Hilfe am Kind. Zudem ist sie seit zehn Jahren Sanitäterin beim Arbeiter-Samariter-Bund.

Suzanna Koops kommt fünf Wochen lang einmal wöchentlich in die Gruppe. Es geht um Umsicht „Wo liegt die Gefahr?“, Vorsicht „Was könnte hier passieren?“, Rücksicht „Wie kann der Gefahr vorgebeugt werden?“ und Hilfe „Wie kann man helfen, wenn’s passiert ist?“. Da bei allem der Spaß im Vordergrund steht, ist das Material speziell auf die Kinder zugeschnitten. Es gibt Bildgeschichten und auch Spielideen für Bewegungs- und Rollenspiele. Natürlich wird die Umgebung erkundet und es ist beeindruckend, wie viele Gefahrenquellen Kinder finden. Gemeinsam überlegen sie, wie man die Gefahr abwenden kann.

Dann wird geübt. Z.B. „Beim Fallen verletzte ich mich nicht so schnell, wenn ich mich abrollen kann“. Ganz nebenbei er- kennen die Kinder ihre Vorbildfunktion z.B. gegenüber jüngeren Kindern. Sie lernen ihre eigenen Stärken kennen und wissen, wie und wo sie sich Hilfe holen können. Sogar die entsprechenden Notfallnummern lernen die Kinder kennen.
Ganz besonderen Spaß macht natürlich das Anlegen von Pflastern und Verbänden. Sollten Ihnen in der nächsten Zeit in der Nähe unserer Kita vermehrt „verbundene“ Kinder auffallen, deutet dies nicht (!) auf ein erhöhtes Unfallrisiko bei uns hin. An dem absoluten Höhepunkt arbeitet Frau Koops noch. „Ich versuche zur letzten Übungseinheit einen richtigen Rettungswagen zu organisieren“, sagt sie. „Auf alle Fälle bekommt jeder Juniorretter am Ende eine Urkunde und einen Button!“

Britta Sell, Leitungsteam

Neues in der Kindertagesstätte (März 2015)

Unsere „Wackelzähne“ in der Schule

Die Wackelzahnbande – unsere Vorschulkinder – haben sich am 15. Januar 2015 aufgemacht, die Schule „Am Kiefernberg“ zu entdecken. Schon auf dem Weg dahin kann man viel lernen. Denn „wie verhalte ich mich im Straßenverkehr“ ist Thema eines jeden Ausflugs.
Und dann lag er vor uns: der Schulhof! Da werden selbst die großen Kita-Kinder wieder ein bisschen klein, denn hier ist alles größer als bei uns in der Kita St. Petrus. Besonders der „riesige Fußballplatz“ wird eingehend bewundert. Und es gibt so viel zu sehen, z.B. die Cafeteria, in der es das Mittagessen für alle Kinder gibt. Doch jetzt am Vormittag ist sie noch leer.
Im Bereich der „Ganztägigen Bildung und Betreuung“ (GBS) dürfen wir uns an einen Tisch setzen und Schulluft schnuppern. Die Kinder sind beeindruckt und Johann (5 Jahre) bringt seine Vorfreude deutlich zum Ausdruck: „Ich will jetzt in die Schule!“
Dann hören wir sie, die Schulglocke! Schnell geht es auf den Schulhof. Dort treffen wir auf viele ehemalige Kita-Kinder, die ihre Pause genießen und uns freudig begrüßen! Nicht mehr lange und unserer „Wackelzähne“ laufen wie selbstverständlich als Erstklässler über den Hof!

Britta Sell, Leitungsteam

Post fĂĽr Thilo

Thilo war bis zum Sommer 2014 ein Kind der Marienkäfergruppe. Dann zog er mit seinen Eltern und seiner Schwester in die Nähe von Berlin. Sie wohnen jetzt näher an der Arbeit seines Papas und haben mehr gemeinsame Zeit. Aber hier in der Gruppe fehlt er.
Bereits nach den Sommerferien wurde allen klar, dass es schade ist, dass Thilo nicht mehr da ist! Doch was kann man tun? „Wir können ihm schreiben!“ Eine Idee war geboren. Es ging los, Bilder wurden gemalt und ein Brief geschrieben. Jeder hatte die Möglichkeit, Thilo etwas mitzuteilen. Und ab mit dem Brief zur Post.
Dann hieĂź es warten. Aber nicht lange. Thilo ist eine ganz besondere Ăśberraschung gelungen: er hat seine Ferien fĂĽr einen Besuch bei uns genutzt. Toll!
Jetzt nach einiger Zeit ist wieder viel passiert und es ist erneut der Wunsch entstanden, Thilo davon zu erzählen.
Genau wie im Sommer entstand ein dicker Briefumschlag. Und auf zur Post! Die ganze Marienkäfergruppe erschien im Postamt Heimfeld. Dort gab es viel zu sehen. Der Mitarbeiter nahm sich Zeit, um allen zu zeigen, was genau mit einem Brief passiert im Postamt. Das war spannend!
Nun heißt es wieder warten, ob, wann und was Thilo antwortet. Auf alle Fälle weiß er, dass die Marienkäfergruppe ihn vermisst und an ihn denkt.

Britta Sell, Leitungsteam

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